Vorsor­ge­ka­pital anlegen: Wie sollte man nach dem Kapital­bezug vorgehen?

Wer sich bei der Pensio­nie­rung für einen Kapital­bezug entscheidet, steht vor einer zentralen Frage: Wie soll das Vorsor­ge­ka­pital angelegt werden, damit Sicher­heit, Einkommen und Vermö­gens­er­halt langfri­stig gewähr­lei­stet bleiben?
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Pensi­ons­kas­sen­geld richtig anlegen

Wer sein Vorsor­ge­ka­pital bezieht, übernimmt damit die Verant­wor­tung für dessen Anlage sowie die Verant­wor­tung für die finan­zi­elle Absiche­rung des Lebens­stan­dards im Alter. Das Ziel besteht darin, regel­mäs­siges Einkommen und Vermö­gens­er­halt langfri­stig mit einem verant­wor­tungs­vollen Risiko­ma­nage­ment in Einklang zu bringen.

Diese Verant­wor­tung muss jedoch nicht alleine getragen werden. Unsere langjäh­rige Erfah­rung in der Verwal­tung des freien Vorsor­ge­ka­pi­tals unserer Kunden hat uns bestä­tigt: Eine frühzei­tige Planung, eine langfri­stige Anlage­stra­tegie und eine enge Betreuung sind entschei­dend für einen entspannten Ruhestand.

Der Kapital­bezug eröffnet Ihnen aber auch zahlreiche neue Vorteile und Gestal­tungs­frei­heiten.

 

Vorteile eines Kapital­be­zugs aus der Pensi­ons­kasse

Der Kapital­bezug ermög­licht maximale Flexi­bi­lität bei der Vermö­gens­ver­wen­dung.
Das Vermögen bleibt jeder­zeit verfügbar und kann indivi­duell einge­setzt werden.
Optimierte Gestal­tung bei Steuer- und Nachlass­pla­nung.
Das verblei­bende Kapital kann vererbt werden.
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Die Heraus­for­de­rung nach dem Kapital­bezug

Mit dem Kapital­bezug beginnt eine neue Phase der finan­zi­ellen Planung.

Dabei stehen vier Ziele im Vorder­grund:

  • Erhalt des Vermö­gens
  • Regel­mäs­sige Einkünfte
  • Schutz vor Infla­tion
  • Kontrolle der Anlage­ri­siken

Das Vorsor­ge­ver­mögen soll über viele Jahre hinweg Einkommen generieren und gleich­zeitig seinen realen Wert erhalten. Um diese Ziele nachhaltig zu errei­chen, sind eine durch­dachte, langfri­stige Anlage­stra­tegie und regel­mä­ßiges Risiko­ma­nage­ment entschei­dend.

Worauf Sie bei der Anlage Ihres Vorsor­ge­ka­pi­tals achten sollten

Anlage­stra­tegie an die Lebens­phase anpassen

Auch im Ruhestand bleibt ein langfri­stiger Anlage­ho­ri­zont bestehen. Die Vermö­gens­stra­tegie sollte deshalb auf Ihren Lebens­ab­schnitt, Einkom­mens­be­darf und Lebens­er­war­tung abgestimmt werden.

Ausrei­chende Liqui­dität sicher­stellen

Nicht das gesamte Vorsor­ge­ver­mögen sollte investiert sein. Ein ausrei­chend grosser Liqui­di­täts­puffer als Reserve ist wichtig, um sicher­zu­stellen, dass immer genügend Liqui­dität für laufende Ausgaben sowie für unerwar­tete Ereig­nisse im Ruhestand vorhanden ist.

Risiken gezielt steuern

Eine ausge­wo­gene Vermö­gens­al­lo­ka­tion bildet die Grund­lage einer nachhal­tigen Anlage­stra­tegie. Ziel ist es, Markt­ri­siken kontrol­liert einzu­gehen und gleich­zeitig die Kaufkraft des Vermö­gens langfri­stig zu erhalten um mit möglichst wenig Risiko, eine gute Perfor­mance zu erzielen.

Kosten­ef­fi­zi­ente und trans­pa­rente Vermö­gens­ver­wal­tung

Da Vorsor­ge­ka­pital meist über Jahrzehnte angelegt bleibt, sind neben der Anlage­stra­tegie und dem Risiko­ma­nage­ment vor allem die Gesamt­ko­sten von entschei­dender Bedeu­tung. Durch den Zinses­zins­ef­fekt haben diese einen wesent­li­chen Einfluss auf Ihre Perfor­mance und somit auf Ihre Vermö­gens­ent­wick­lung. Um hier stets den Überblick zu behalten, ist eine verläss­liche und trans­pa­rente Vermö­gens­ver­wal­tung essen­ziell.

Steuern und Nachlass­pla­nung berück­sich­tigen

Eine holisti­sche Betrach­tungs­weise ermög­licht Ihnen sowohl steuer­liche Vorteile als auch eine erleich­terte Vermö­gens­über­tra­gung an die nächste Genera­tion. Daher sollten Anlagen, Steuern und Nachlass­pla­nung mitein­ander vernetzt betrachtet werden.

Bewährt hat sich dabei das sogenannte Drei-Töpfe-Modell. Es unter­stützt Sie dabei, sich zu orien­tieren und Ihr Vermögen optimal zu struk­tu­rieren.

 

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Die 3‑Topf-Strategie

Die 3‑Topf-Strategie hilft dabei, Vorsor­ge­ver­mögen sinnvoll nach Liqui­dität, Einkommen und langfri­stigem Wachstum zu struk­tu­rieren. Wer das Modell frühzeitig für die eigene Situa­tion durch­denkt, schafft eine gute Grund­lage für fundierte Anlage­ent­scheide im Ruhestand.

Topf 1 – Liqui­di­täts­topf: In diesen Topf fliessen alle regel­mäs­sigen Einnahmen wie Erwerbs­ein­kommen, Renten, Mietein­nahmen. Aus diesem Topf werden die laufenden Ausgaben bestritten.

Topf 2 – Reser­ve­topf: Dieser Topf dient als Puffer bzw. Sicher­heits­topf für den Fall, dass die Liqui­dität nicht ausreicht oder sich Ihre Anlagen in einer ungün­stigen Markt­phase befinden. So müssen Sie Ihre Aktien­po­si­tionen nicht zu ungün­stigen Kondi­tionen verkaufen und können Ihr Ziel trotzdem errei­chen. Es ist so struk­tu­riert, dass über das Geld sofort oder kurzfri­stig verfügt werden kann. Dazu werden Sparkonten, Call-Konten sowie kurz- bis mittel­fri­stige Festgelder einge­setzt. Je nachdem, was angesichts des Zinsni­veaus Sinn macht.

Topf 3 – Anlage­topf: Dieser Topf hat die Aufgabe, für Sie zu arbeiten und jährliche Erträge zu erwirt­schaften bzw. auf das gewünschte Ziel anzuwachsen, um dann den Reser­ve­topf zu füllen bzw. bei Bedarf zur Deckung der Ausgaben entnommen werden zu können. Wichtig ist hier, dass auch bei den Anlagen genügend Puffer in der Risiko­be­reit­schaft einge­plant wird.

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Ein Praxis­bei­spiel

Bei einem Pensi­ons­kassen Kapital­bezug hat der Kunde meist folgendes Ziel vor Augen: Sein freies Kapital soll für ihn arbeiten, denn er muss oder möchte von den Erträgen seiner Wertschriften leben. Ein Vermö­gens­zu­wachs mit regel­mäs­sigen jährli­chen Dividenden- und Zinszah­lungen soll zur Deckung seiner Ausgaben sein. Im Vermö­gens­ma­nage­ment wäre also dann die AHV-Rente und weitere Renten­zah­lungen etc. im Liqui­di­täts­topf. Ein Teil des von der Pensi­ons­kasse ausbe­zahlten Geldes wird als Sicher­heits­re­serve im Reser­ve­topf gehalten und der der andere Teil kann dann angelegt werden.

Vorteile einer Vermögensverwal­tung bei Tareno

Kapital­bezug

Kosten­ef­fi­zi­ente Vermö­gens­ver­wal­tung mit Fokus auf langfri­stigen Vermö­gens­er­halt.
Keine Inter­es­sen­kon­flikte durch eigene Produkte, sondern indivi­du­elle und unabhän­gige Lösungen.
Persön­liche Betreuung durch feste Ansprech­partner mit langjäh­riger Beglei­tung.
Unter­stüt­zung bei der Verant­wor­tung, die mit dem Kapital­bezug auf den Pensio­nierten übergeht.

Spezi­elle Vorteile bei Freizü­gig­keits­ver­mögen

Die Freizü­gig­keit kann jeder­zeit aufge­löst werden, ohne Wertschriften verkaufen zu müssen.
Dadurch lassen sich Verkäufe zu ungün­stigen Markt­zeit­punkten vermeiden.
Breites Anlage­spek­trum und mehr Mitspra­che­recht im Vergleich zu klassi­schen Freizü­gig­keits­lö­sungen vieler Banken.
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Profes­sio­nelle Verwal­tung von freiem Vorsor­ge­ka­pital

Die Anlage von Vorsor­ge­ka­pital erfor­dert mehr als die Auswahl einzelner Anlagen. Entschei­dend sind eine klare Strategie, laufende Betreuung und eine Planung, die auf Ihre persön­liche Situa­tion abgestimmt ist.

Unser Ansatz bei Tareno umfasst:

  • Analyse Ihrer gesamten Vermö­gens- und Einkom­mens­si­tua­tion
  • Unter­stüt­zung beim Entscheid zwischen Rente und Kapital­bezug
  • Indivi­du­elle Anlage­stra­te­gien für den Ruhestand
  • Fokus auf Rendite, Sicher­heit und Kosten
  • Laufende Beglei­tung durch persön­liche Ansprech­partner
  • Unabhän­gige Vermö­gens­ver­wal­tung ohne eigene Produkte
  • Ihr Vermögen bleibt bei Ihrer bestehenden Bank

Der Kapital­bezug eröffnet neue Möglich­keiten, bringt aber auch Verant­wor­tung mit sich. Eine profes­sio­nelle Beglei­tung hilft dabei, Chancen zu nutzen, Risiken zu kontrol­lieren und das Vorsor­ge­ver­mögen langfri­stig optimal einzu­setzen.

Autorin

Aylin Lorenzen
Aylin Lorenzen
Partner, Relationship Manager, Finanzplanerin

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