Zentrale Themen und ausge­wählte Invest­ment­chancen im Wasser­sektor für 2026

Trotz geopo­li­ti­scher Spannungen und wirtschaft­li­cher Unsicher­heiten bleibt Wasser ein unver­zicht­bares Invest­ment­thema mit langfri­stigem Poten­zial. Steigende Infra­struk­tur­be­darf, Klima­an­pas­sung und Digita­li­sie­rung sorgen für struk­tu­rellen Rücken­wind. Lesen Sie, welche Entwick­lungen uns 2025 beson­ders beschäf­tigt haben und welche Chancen unser Fonds­ma­nager des Tareno Global Water Solutions Fund 2026 sieht.

2025 war ein heraus­for­derndes Jahr. Unsicher­heit über die geopo­li­ti­sche Entwick­lung und Handels­be­zie­hungen belastete das Investi­ti­ons­um­feld. Dies war bei vielen Dienst­lei­stungs- und Techno­lo­gie­an­bie­tern im Wasser­sektor spürbar, sowohl in den Resul­taten als auch in den Aktien­kursen. Der globale Wasser­sektor bleibt jedoch struk­tu­rell attraktiv. Regula­to­ri­sche Vorgaben, der Ersatz alternder Infra­struktur, Klima­an­pas­sung sowie der steigende Wasser­be­darf in Industrie und Digita­li­sie­rung treiben Investi­tionen entlang der gesamten Wertschöp­fungs­kette

Die Endmärkte für Wasser, Bau, Industrie, Landwirt­schaft und öffent­liche Hand, sind durchaus zyklisch. Entschei­dend ist jedoch: Der Gegen­wind ist nie struk­tu­rell. Die Klein­tei­lig­keit des Sektors, der stark regional und national geprägt ist, eröffnet gerade durch diese Zyklen immer wieder attrak­tive Investi­ti­ons­ge­le­gen­heiten. Für langfri­stig orien­tierte Anleger ergeben sich dadurch Chancen, die auf funda­men­talen Trends basieren.

Infra­struktur: Sauberes Wasser als globale Priorität

Der weltweite Bedarf an sauberem Trink­wasser steigt konti­nu­ier­lich. Bevöl­ke­rungs­wachstum, Urbani­sie­rung und zuneh­mender Wasser­stress führen dazu, dass gross angelegte Wasser­in­fra­struk­tur­pro­jekte immer stärker an Bedeu­tung gewinnen.

Ein Beispiel dafür ist Webuild, ein weltweit führendes Unter­nehmen im Bereich grosser Wasser­in­fra­struk­tur­pro­jekte. Unter dem Begriff „Clean Water“ bündelt das Unter­nehmen Aktivi­täten wie den Bau von Entsal­zungs­an­lagen sowie moderner Abwas­ser­be­hand­lungs­an­lagen in verschie­denen Teilen der Welt. Dieser Bereich gewinnt für Webuild zuneh­mend an strate­gi­scher Bedeu­tung und macht mittler­weile rund 25% der Auftrags­ein­gänge aus.

Der Trend zu Investi­tionen in sauberes Wasser ist damit klar intakt. Er wird nicht nur durch den struk­tu­rell steigenden Bedarf getragen, sondern auch durch staat­liche Investi­ti­ons­pro­gramme und stren­gere regula­to­ri­sche Vorgaben. Für Unter­nehmen mit techni­scher Kompe­tenz, Projekt­er­fah­rung und globaler Präsenz entstehen daraus langfri­stige Wachs­tums­chancen, insbe­son­dere im Bereich effizi­enter, sicherer und nachhal­tiger Wasser­in­fra­struktur.

Bau und Klima-Resilienz: Schutz vor Extremwetterereignis­sen

Die Zunahme von Stark­regen, Überschwem­mungen und Dürre­pe­ri­oden rückt das Thema Klima-Resilienz verstärkt in den Fokus. Investi­tionen in Regen­was­ser­ma­nage­ment und nachhal­tige Entwäs­se­rungs­sy­steme sind dabei zentral.

Advanced Drainage Systems ist Markt­führer im Bereich Regen­was­ser­ma­nage­ment in den USA. Viele Industrien müssen zuneh­mend Regen­was­ser­nut­zungs­sy­steme einsetzen, um ihre Abhän­gig­keit von knappen kommu­nalen Wasser­res­sourcen zu verrin­gern. Von diesem Trend profi­tiert das Unter­nehmen langfri­stig.

Ein weiterer relevanter Akteur ist Georg Fischer. Das Unter­nehmen wird oft fälsch­li­cher­weise als klassi­scher Rohrher­steller wahrge­nommen, verfügt jedoch tatsäch­lich über einen techno­lo­gi­schen Vorsprung bei Verbin­dungs­stücken, Ventilen und Regel­sy­stemen. Dies sind Schlüs­sel­kom­po­nenten, die für effizi­ente, sichere und langle­bige Wasser­netze entschei­dend sind.

Rechen­zen­tren und Digita­li­sie­rung: Wasser als Schlüs­sel­res­source

Das Wachstum von Rechen­zen­tren bleibt ein zentrales Thema, insbe­son­dere in den USA. Digita­li­sie­rung, Cloud-Compu­ting und Künst­liche Intel­li­genz treiben den Ausbau der Infra­struktur und damit auch den Bedarf an Wasser für Kühlung, Brand­schutz und Aufbe­rei­tung.

Hier sehen wir unter anderem Chancen bei ANDRITZ, einem weltweiten Markt­führer in der Wasser­auf­be­rei­tung, insbe­son­dere in den Berei­chen Schlamm­be­hand­lung und Abfall­lö­sungen.
Der US-Pumpen­her­steller Gorman-Rupp verfügt über eine unter­schätzte Exponie­rung gegen­über Rechen­zen­tren und KI-Anwen­dungen. Das Unter­nehmen liefert unter anderem Pumpen für Brand­schutz­an­lagen, sowie für Flüssig­küh­lungs­sy­steme.

Werden Rechen­zen­tren die Welt austrocknen?

Diese Frage wird häufig gestellt. Die kurze Antwort lautet: Nein.

Zwar wird der Wasser­be­darf von Rechen­zen­tren bis 2030 auf rund 1’000 Millionen Kubik­meter pro Jahr geschätzt, im globalen Kontext ist diese Menge jedoch überschaubar.

Zum Vergleich:

  • Die derzeit grösste Entsal­zungs­an­lage (Shoaiba in Saudi-Arabien), kann diese Wasser­menge inner­halb eines Jahres produ­zieren.
  • Im Rhein bei Basel fliesst diese Wasser­menge in rund 11 Tagen vorbei.
  • Die Great Lakes verdun­sten diese Wasser­menge inner­halb von etwa 60 Stunden.
  • Der tägliche Nieder­schlag auf Landmassen entspricht dieser Menge in rund 5 Minuten.

Entschei­dend ist daher nicht die absolute Wasser­menge, denn das globale Wasser­an­gebot bleibt grund­sätz­lich konstant. Vielmehr geht es um die effizi­ente Nutzung, Aufbe­rei­tung und Vertei­lung – genau in diesen Berei­chen investiert der Tareno Global Water Solutions Fund gezielt. Denn: „Wasser­knapp­heit ist kein Natur­ge­setz, sondern das Ergebnis fehlender Infra­struktur – und genau deshalb auch investierbar.“

Fazit: Langfri­stig denken. Gezielt investieren.

Der Wasser­sektor bleibt geprägt von langfri­stigen struk­tu­rellen Treibern: Infra­struk­tur­be­darf, Klima­an­pas­sung, Urbani­sie­rung und Digita­li­sie­rung. Für den Tareno Global Water Solutions Fund stehen auch künftig Unter­nehmen im Fokus, die durch techno­lo­gi­sche Kompe­tenz, Markt­füh­rer­schaft und robuste Nachfra­ge­per­spek­tiven überzeugen.

Unser Ansatz bleibt unver­än­dert: langfri­stig denken, diszi­pli­niert investieren und gezielt dort engagiert sein, wo Wasser­lö­sungen einen nachhal­tigen wirtschaft­li­chen und gesell­schaft­li­chen Mehrwert schaffen.

 

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Bilder: Jürg Kaufmann, Lucia Hunziker, Marijke Vosmeer / Grafiken: aus öffent­lich zugäng­li­chen Quellen