finews: Aktives Manage­ment im Wasser­sektor

Im Beitrag auf finews.ch erklärt Stefan Schütz, Fonds­ma­nager des Tareno Global Water Solutions Fund, warum aktives Manage­ment im Wasser­sektor langfri­stig einen Unter­schied machen kann.

Von der Ressource zur Rendite

Wasser ist nicht knapp. Die Erde verfügt über ausrei­chend Nieder­schlag und Wasser­res­sourcen. Die eigent­liche Heraus­for­de­rung liegt in der Vertei­lung, Qualität und Wieder­ver­wen­dung der lebens­wich­tigen Ressource. Genau daraus entsteht ein langfri­stiger, struk­tu­reller Investi­ti­ons­be­darf in einem Anlage­uni­versum, in dem aktives Manage­ment seine Stärken beson­ders gut ausspielen kann.

Stefan Schütz, Fonds­ma­nager Tareno Global Water Solutions Fund

 

Warum aktives Manage­ment im Wasser­sektor essen­ziell ist:

  • Wasser ist ein lokales und fragmen­tiertes Invest­ment­thema
  • Regula­torik, Infra­struktur und Nachfrage unter­scheiden sich regional stark
  • Viele relevante Unter­nehmen sind spezia­li­sierte Small- und Mid-Caps
  • Klassi­sche Wasser­in­dizes konzen­trieren sich auf wenige Gross­un­ter­nehmen
  • Nicht jedes Unter­nehmen mit Wasser­bezug ist automa­tisch ein attrak­tiver Wasser­titel
  • Tiefes Branchen­ver­ständnis und aktive Selek­tion sind entschei­dend

Der Investi­ti­ons­be­darf ist real und struk­tu­rell

Die globalen Heraus­for­de­rungen im Wasser­sektor liegen insbe­son­dere in zwei Berei­chen:

  1. Infra­struktur: Rund 30% des aufbe­rei­teten Trink­was­sers weltweit errei­chet nie einen Nutzer. Es versickert in maroden Leitungs­netzen, die vieler­orts noch aus dem 19. Jahrhun­dert stammen. Diese gilt es mit neuen Techno­lo­gien zu sanieren. Gleich­zeitig steigen die Anfor­de­rungen an Wasser­qua­lität und Versor­gungs­si­cher­heit konti­nu­ier­lich, getrieben durch regula­to­ri­schen Druck, Urbani­sie­rung und neue wasser­in­ten­sive Industrien wie die Halblei­ter­pro­duk­tion oder die Kühlung von KI-Rechen­zen­tren.
  2. Wieder­ver­wen­dung: Weltweit werden heute ledig­lich 4% bis 5% des Abwas­sers wieder­ver­wertet. Eine riesige, weitge­hend ungenutzte Ressource. Die Aufbe­rei­tung und Rückfüh­rung von Abwasser in den Kreis­lauf ist technisch möglich, wirtschaft­lich sinnvoll und wird regula­to­risch zuneh­mend gefor­dert.

Ein fragmen­tiertes Universum braucht aktives Urteilsver­mögen

Der Wasser­sektor ist kein Sektor im klassi­schen Sinne. Statt weniger global dominanter Konzerne prägen hunderte kleinere und mittlere Unter­nehmen das Anlage­uni­versum. Das Spektrum reicht von lokalen Spezia­li­sten für Rohrnetze über regio­nale Anbieter von Aufbe­rei­tungs­tech­no­lo­gien bis hin zu natio­nalen Liefe­ranten für Bewäs­se­rung und Sensorik.

Wasser ist ausserdem ein zutiefst lokales Thema. Die Heraus­for­de­rungen in Basel sind andere als in Zürich, und erst recht andere als in Phoenix oder Chennai. Die lokal tätigen Unter­nehmen konkur­rieren oftmals nicht direkt mitein­ander und profi­tieren dennoch auf ihre eigene regio­nale Art von denselben struk­tu­rellen Treibern. Das macht das Wasser­uni­versum nicht nur breit und anspruchs­voll, sondern auch bemer­kens­wert resilient.

Hinzu kommt: Viele relevante Unter­nehmen sind keine reinen Wasser­spieler. Oft ist das attrak­tive Wasser­ge­schäft nur ein Teil eines grösseren Konzerns mit zykli­scheren oder weniger profi­ta­blen Geschäfts­be­rei­chen.

«Aktives Manage­ment bedeutet in diesem Umfeld nicht kurzfri­stiges Umschichten, sondern die konti­nu­ier­liche Analyse eines komplexen und spezia­li­sierten Anlage­uni­ver­sums. Tiefes Branchen­ver­ständnis und fundierte Unter­neh­mens­ana­lyse sind entschei­dend, um langfri­stige struk­tu­relle Gewinner zu identi­fi­zieren.» erklärt Fonds­ma­nager Stefan Schütz

Small- und Mid-Caps: wo das Alpha entsteht

Ein passiver Wasser­index bildet Markt­ka­pi­ta­li­sie­rungen ab, keine Lösungs­kom­pe­tenz. Wer ihm folgt, konzen­triert sich auf wenige Gross­un­ter­nehmen und verpasst die spezia­li­sierten Small- und Mid-Cap-Firmen, die in ihrer Nische profi­tabel operieren und überpro­por­tional von Infra­struk­tur­in­ve­sti­tionen profi­tieren.

Der Tareno Global Water Solutions Fund fokus­siert seit seiner Aufle­gung 2007 bewusst auf dieses Segment. Die langfri­stige Entwick­lung des Fonds wurde mehrfach ausge­zeichnet, unter anderem mit dem Lipper Fund Award. Auch der Nachhal­tig­keits­an­satz ist seit 2019 mit dem FNG-Siegel, einem der wichtig­sten Nachhal­tig­keits­siegel im deutsch­spra­chigen Raum, zerti­fi­ziert. Zudem wurde Tareno sieben Mal in Folge von der BILANZ als Vermö­gens­ver­walter des Jahres ausge­zeichnet.

Die Impact-Anteils­klasse: Investieren mit messbarer Wirkung

Bei dieser zusätz­lich verfüg­baren Anteils­klasse des Fonds fliesst ein Viertel der Manage­ment Fee in Projekte, die Menschen den Zugang zu sauberem Trink­wasser ermög­li­chen. Die Umset­zung erfolgt in Zusam­men­ar­beit mit Partner­or­ga­ni­sa­tionen in unter­schied­li­chen Regionen weltweit. Mit der Schweizer Stiftung water­kiosk wurden schon drei Projekte in Tansania umgesetzt, wodurch über 2’000 Menschen Zugang zu sauberem Trink­wasser erhalten haben. Der jährliche Impact Report dokumen­tiert die unter­stützten Projekte sowie die erzielte Wirkung trans­pa­rent und nachvoll­ziehbar.

Insti­tu­tio­nelle Partner wie die acrevis Bank oder die Glarner Regio­nal­bank haben die Impact-Anteils­klasse bereits in ihre nachhal­tigen Anlage­lö­sungen integriert. Mehr über unsere Impact-Anteils­klasse und die Trink­was­ser­pro­jekte erfahren Sie hier.

Impact Investing in Zahlen

Daten seit Lancie­rung im Jahr 2021 bis 31.03.2026. Quelle: Tareno AG

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Tareno Wasser­fonds

Verant­wort­lich

Stefan Schütz
Fund Manager
s.​schuetz@​tareno.​ch

Haftungs­aus­schluss

Dieses Dokument wurde zu Marke­ting- und Infor­ma­ti­ons­zwecken erstellt und stellt weder ein Angebot noch eine Auffor­de­rung zur Zeich­nung oder zum Kauf bzw. Verkauf von Anteilen dieses Anlage­fonds dar. Es stellt keine Anlage­be­ra­tung dar. Massgeb­lich sind ausschliess­lich die aktuellen Fonds­do­ku­mente (insbe­son­dere Prospekt und KID). Die vergan­gene Wertent­wick­lung ist kein verläss­li­cher Indikator für zukünf­tige Ergeb­nisse.

Bilder & Grafiken: Luzia Hunziker, Unsplash, ChatGPT, Tareno AG

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