Warum ein klarer Plan wichtiger ist als jede Prognose
BMW: Wenn der Markt das Signal nicht bestätigt
Die Automobilindustrie befindet sich durch den Übergang zur Elektromobilität in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Neue Wettbewerber, insbesondere aus China, setzen die etablierten Hersteller mit hoher Innovationsgeschwindigkeit und aggressiver Preisgestaltung unter Druck.
Diese Disruption führte auch bei BMW zu grosser Skepsis am Markt. Während BMW in früheren Marktphasen zeitweise mit zweistelligen KGVs bewertet wurde, liegt das aktuelle KGV bei rund 5.
Zusammen mit dem stark negativen Sentiment entstand damit eine interessante antizyklische Ausgangslage. Für den Hawk-Eye Ansatz reicht eine günstige Bewertung jedoch nicht aus. Entscheidend ist, ob der Markt beginnt, diese Ausgangslage auch im Kursverhalten zu bestätigen.
Vom Einstieg zum Ausstieg
Der Investmentprozess folgte bei BMW vier klaren Schritten:
1. Auf die Umkehr warten
Eine tiefe Bewertung ist noch kein Kaufsignal. Gerade in einem strukturellen Umbruch können sich historische Bewertungsmassstäbe verschieben. Solange eine Aktie neue Tiefstände erreicht, warten unsere Modelle deshalb auf klar definierte Umkehrmuster im Kursverlauf.
2. Das Einstiegssignal erkennen
Bei BMW traf ein ausgeprägt negatives Sentiment auf ein zunehmend konstruktives Preismuster und steigende relative Stärke. Als der Markt damit unsere antizyklische Ausgangslage bestätigte, bauten wir eine Position auf.
3. Die Bestätigung des Marktes bleibt aus
Die erwartete Fortsetzung setzte sich jedoch nicht durch. Die relative Stärke verschwand und das positive Preismuster wurde negiert. Damit war ein wesentlicher Bestandteil des ursprünglichen Investment Cases nicht mehr gegeben.
4. Konsequenter Ausstieg
Wir verkauften die Position gemäss unserem Regelwerk. Nicht weil BMW plötzlich fundamental unattraktiv war, sondern weil der Markt unser ursprüngliches Signal nicht mehr bestätigte.
Verluste begrenzen, Kapital schützen
Nicht jedes Signal funktioniert. Entscheidend ist deshalb nicht, mit jeder Einschätzung richtigzuliegen, sondern bereits beim Einstieg zu wissen, wann man falschliegt.
Klare Ausstiegsregeln helfen, Verluste zu begrenzen, Depotleichen zu vermeiden und Kapital für neue Chancen verfügbar zu halten. Genau darin liegt ein zentraler Vorteil des Tareno Hawk-Eye Ansatzes: Die Strategie folgt nicht einer Meinung über den Markt, sondern einem disziplinierten Prozess mit klaren Regeln für Einstieg und Ausstieg.
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Dieses Dokument wurde zu Marketing- und Informationszwecken erstellt und stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Zeichnung oder zum Kauf bzw. Verkauf von Anteilen dieses Anlagefonds dar. Es stellt keine Anlageberatung dar. Massgeblich sind ausschliesslich die aktuellen Fondsdokumente (insbesondere Prospekt und KID). Die vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Bilder: Marijke Vosmeer, Luzia Hunziker, Jürg Kaufmann, Istock, Unsplash / Grafiken: Tareno AG / Bloomberg