Tareno Wasserfonds: Regulierung, Innovation und Führungswechsel im Wassersektors im Januar 2026

Der Januar lieferte klare Signale für den globalen Wassersektor. Regulatorische Unterstützung, eine robuste Nachfrage nach Infrastruktur und ein diszipliniertes Portfoliomanagement untermauerten weiterhin die Investitionsargumente für Wasser. Lesen Sie, wie diese Entwicklungen den Tareno Global Water Solutions Fund und unseren Ausblick geprägt haben.

Von der Politik ins Portfolio

Die Entwicklungen im Januar bestätigen die zentrale Anlagethese des Tareno Global Water Solutions Fund. Sowohl in den USA als auch in Europa sorgen regulatorische Rahmenbedingungen weiterhin für eine mehrjährige Planungs- und Investitionssicherheit, insbesondere in den Bereichen kommunale Wasseraufbereitung, Hochwasserschutz und Umweltremediation. Gleichzeitig verändern strukturelle Wachstumstreiber, allen voran der Ausbau von Rechenzentren und der Einsatz künstlicher Intelligenz, die industrielle Wassernachfrage grundlegend, ohne sie zu verringern.

Für das Portfolio bedeutet dieses Umfeld Rückenwind für Unternehmen, die in essenzieller Infrastruktur, fortschrittlichen Aufbereitungstechnologien sowie spezialisierten Ingenieur- und Beratungsleistungen tätig sind. Entscheidend ist dabei, dass diese Nachfrageimpulse weitgehend unabhängig von kurzfristigen Konjunkturschwankungen wirken und damit stabile Cashflows sowie langfristige Wertschöpfung unterstützen.

Firmenberichte und Portfolioimplikationen

Die im Januar veröffentlichten Unternehmenszahlen aus dem Wassersektor bestätigten ein insgesamt differenziertes Marktumfeld. Während A. O. Smith von Margendruck durch steigende Stahlkosten und eine verhaltene Entwicklung in China berichtete, zeigte sich die Nachfrage im kommerziellen Bereich stabil. Besonders überzeugend präsentierte sich Tetra Tech, mit steigenden Margen, einem wachsenden internationalen Auftragsbestand und einer angehobenen Jahresprognose.

Zugleich markiert der angekündigte Führungswechsel bei Tetra Tech einen bedeutenden Einschnitt: Dan Batrack, der dienstälteste CEO unter unseren langjährigen Portfoliopositionen, übergibt nach fast zwei Jahrzehnten an der Unternehmensspitze an seinen internen Nachfolger Roger Argus. Batracks Amtszeit ist geprägt von einem aussergewöhnlich starken Leistungsausweis, mit kontinuierlichem Gewinnwachstum und nachhaltiger Wertschöpfung für Aktionäre über mehrere Marktzyklen hinweg. Die interne Nachfolgelösung wird als Ausdruck von Kontinuität gewertet, zumal Batrack dem Unternehmen als Executive Chairman erhalten bleibt.

Demgegenüber signalisierten Sika und Geberit anhaltenden Margendruck, während Hawkins den strukturellen Wachstumspfad im Bereich Wasseraufbereitung bestätigte. Insgesamt stützen die Ergebnisse unsere Portfolioausrichtung zugunsten regulierungsgetriebener Infrastruktur- und Dienstleistungsmodelle mit hoher Visibilität.

Im Januar blieb das Portfoliomanagement diszipliniert. Mit zunehmender Marktvolatilität und nachdem einzelne Positionen den zugrunde liegenden Fundamentaldaten vorübergehend vorausgelaufen waren, wurde das Engagement dort gezielt reduziert, wo die Bewertungen weniger attraktiv erschienen.

Konkret wurden Positionen in Watts Water, Mueller Industries, Andritz und ACEA reduziert. Alle vier Unternehmen profitieren weiterhin von starken strukturellen Nachfragetreibern, allerdings hatte die Kursentwicklung kurzfristig die fundamentale Entwicklung überholt. Die Anpassungen unterstreichen den Fokus auf Risikomanagement und Bewertungsdisziplin, ohne die langfristige Überzeugung für diese Geschäftsmodelle infrage zu stellen.

In anderen Teilen des Portfolios wurden Kernpositionen beibehalten und selektiv dort aufgestockt, wo Marktschwankungen attraktive Einstiegsmöglichkeiten eröffneten.

Chancen und Risiken im Spannungsfeld volatiler Märkte

Auch wenn der mittel- bis langfristige Ausblick für den Wassersektor weiterhin positiv bleibt, werden bestehende Risiken aufmerksam beobachtet. Unterschiedliche regulatorische Zeitpläne zwischen Regionen können die Visibilität einzelner Projekte beeinflussen, insbesondere bei PFAS-bezogenen Investitionen. Zudem sorgt die Berichtssaison erfahrungsgemäss für erhöhte Kursschwankungen, selbst bei Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten. Grossprojekte im Infrastrukturbereich bringen darüber hinaus naturgemäss Umsetzungsrisiken mit sich.

Diesen Faktoren begegnet das Portfolio mit breiter geografischer und sektoraler Diversifikation, aktiver Positionssteuerung sowie einem konsequenten Fokus auf Bilanzqualität und Cashflow-Visibilität.

Fondsperformance und Ausblick

Der Tareno Global Water Solutions Fund erzielte im Berichtszeitraum eine Performance von +4,99% (Anteilsklasse W-EUR). Die Entwicklung war über alle Regionen hinweg positiv. Mit zunehmender Volatilität bei grosskapitalisierten US-Aktien – insbesondere im Technologiesektor – verlagerte sich das Anlegerinteresse verstärkt auf kleinere und mittlere Unternehmen sowie auf Märkte ausserhalb der USA. Vor allem Europa und Japan zeigten sich im Januar robust.

Die stärksten Beiträge kamen aus dem Infrastruktur- und Industriebereich. Besonders Unternehmen aus den Segmenten Pumpen, Rohrleitungen und Umweltberatung stachen hervor. Zu den wichtigsten Performancebeiträgen zählten Mueller Industries, Ebara, Gorman-Rupp und Kurita Water.

Mit Blick nach vorn steht der Februar ganz im Zeichen der Berichtssaison. Die fundamentale Ausgangslage im Portfolio bleibt solide und die Bewertungen erscheinen attraktiv. Gleichzeitig hat die jüngere Vergangenheit gezeigt, dass bereits kleinere Überraschungen deutliche Marktreaktionen auslösen können. Vor diesem Hintergrund rechnen wir mit einem chancenreichen Umfeld für aktives Portfoliomanagement und bleiben klar auf langfristige Wertschöpfung fokussiert – jenseits kurzfristiger Marktsignale.

Rendite seit Fondsauflegung kumuliert per 31.01.2026

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Publikationen

Tareno Wasserfonds

Verantwortlich

Stefan Schütz
Fund Manager
s.schuetz@tareno.ch

 

Disclaimer

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Bilder: Marijke Vosmeer, Luzia Hunziker, Jürg Kaufmann, Istock, Unsplash / Grafiken: Tareno AG