Investi­tionen in Infra­struk­tur­an­lagen

Mit unserer Serie «Invest­ment Insight» stellen wir aktuelle und attrak­tive Anlage­chancen vor, die Bestand­teil unserer Vermö­gens­al­lo­ka­tion sind. Dabei erläu­tern wir, welche Überle­gungen hinter unseren Investi­ti­ons­ent­scheiden stehen. In dieser Ausgabe widmen wir uns privaten Infra­struk­tur­an­lagen. Aus unserer Sicht handelt es sich dabei um eine struk­tu­rell wachsende und langfri­stig attrak­tive Anlage­klasse, die wir für unsere Kundinnen und Kunden laufend prüfen und bei entspre­chender Eignung in die Portfo­lios integrieren.

Privat­markt­an­lagen: Ein neuer Weg für Ihre Vermö­gens­ver­wal­tung

Nach Jahren ausser­ge­wöhn­lich tiefer Zinsen und angesichts anhal­tender Infla­ti­ons­ri­siken stehen Anleger vor einer Heraus­for­de­rung: Obliga­tionen, die tradi­tio­nell einen bedeu­tenden Portfo­lio­be­stand­teil bilden, erwirt­schaften kaum genügend Rendite, um den Kapital­erhalt unter Berück­sich­ti­gung von Infla­tion, Steuern und Kosten zu gewähr­lei­sten – beson­ders in der Schweiz. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben wir uns für einen behut­samen ersten Schritt in Richtung Privat­markt­an­lagen entschieden.

Was sind Privat­markt­an­lagen?

Im Gegen­satz zu börsen­no­tierten Aktien und Obliga­tionen handelt es sich bei Privat­markt­an­lagen um Investi­tionen in nicht börsen­no­tierte Aktien und Obliga­tionen. Beispiels­weise wurde mit dem kürzli­chen Börsen­gang von SpaceX aus einer Privat­markt­an­lage eine an der Börse handel­bare Aktie.

Die Grenzen zwischen börsen­no­tierten und nicht börsen­no­tierten Anlagen verschwimmen zuneh­mend. Während Privat­märkte früher als illiquide, schwer zugäng­lich und wenig trans­pa­rent galten, eröffnen neue Fonds­struk­turen, ein reifender Sekun­där­markt und eine verbes­serte Daten­ver­füg­bar­keit heute auch privaten Anlege­rinnen und Anlegern zuneh­mend den Zugang.

Infra­struktur: Stabi­lität in unsicheren Zeiten

Zu den Privat­märkten zählen unter anderem Infra­struk­tur­in­ve­sti­tionen. Private Infra­struktur umfasst Betei­li­gungen an kriti­scher Infra­struktur wie Verkehrs­wegen, Energie­ge­win­nung und Kommu­ni­ka­ti­ons­netzen. Da diese Anlagen das Funda­ment der Wirtschaft und Gesell­schaft bilden, bieten sie beson­dere Vorteile: stabile Zahlungs­ströme durch langlau­fende Verträge, natür­li­chen Infla­ti­ons­schutz durch preis­in­de­xierte Erträge, gerin­gere Wertschwan­kungen als Aktien durch die niedri­gere Konjunk­tur­sen­si­ti­vität und deutlich höhere Renditen als Obliga­tionen. Zudem weisen Infra­struk­tur­an­lagen eine niedrige Abhän­gig­keit von Aktien und Obliga­tionen auf, was sie als Beimi­schung im Portfolio beson­ders attraktiv macht.

Langfri­stiges Wachs­tums­po­ten­zial

Der Bedarf an Infra­struk­tur­in­ve­sti­tionen soll sich verdop­peln gemäss dem Global Infras­truc­ture Outlook aus dem Jahr 2017 zwischen 2015 und 2040. Zum Zeitpunkt der Publi­ka­tion errech­nete Oxford Econo­mics eine Finan­zie­rungs­lücke von insge­samt USD 15 Billionen gegen­über den bestehenden Finan­zie­rungs­plänen. Inzwi­schen dürfte die Schät­zung, angetrieben durch zwei Megatrends, noch höher ausfallen: Die Digita­li­sie­rung treibt den Bedarf an Rechen­zen­tren, 5G-Netzen und Glasfa­ser­in­fra­struktur. Die Energie­wende erfor­dert massive Investi­tionen in erneu­er­bare Energien, Strom­netze und nachhal­tige Techno­lo­gien.

Wie investieren?

In den vergan­genen Jahren haben verschie­dene Anbieter von Privat­markt­an­lagen Fonds­lö­sungen für Privat­kun­dinnen und Privat­kunden lanciert. Diese bieten in der Regel monat­liche Bewer­tungen sowie begrenzte viertel­jähr­liche Rückga­be­mög­lich­keiten.

Über ein spezia­li­siertes Vermö­gens­ver­wal­tungs­mandat, wie es Tareno anbietet, wird der Zugang zu solchen Anlagen verein­facht und häufig kosten­ef­fi­zi­enter gestaltet. Gründe dafür sind die Bünde­lung der Anlage­vo­lumen, der Zugang zu insti­tu­tio­nellen Anteils­klassen, bessere Verhand­lungs­kon­di­tionen sowie die profes­sio­nelle Auswahl und laufende Überwa­chung der Fonds.

Seit unserem ersten Privat­markt­in­vest­ment vor fünf Jahren haben wir unsere Selek­tion auf vier Privat­markt­fonds ausge­weitet, von denen zwei auf Infra­struktur ausge­richtet sind. Unser jüngster Neuzu­gang ist der Black­s­tone Infras­truc­ture Strate­gies ELTIF.

Wir haben uns für diesen zweiten Infra­struk­tur­fonds entschieden, da Black­s­tone zu den weltweit führenden Infra­struk­tur­in­ve­storen gehört und über einen langjäh­rigen, überzeu­genden Leistungs­aus­weis verfügt. Als einer der grössten Anbieter in diesem Bereich hat Black­s­tone Zugang zu attrak­tiven Trans­ak­tionen und umfas­sende Erfah­rung in der Umset­zung und Weiter­ent­wick­lung komplexer Infra­struk­tur­pro­jekte.

Der Fonds ist ausge­wogen in den Berei­chen digitale Infra­struktur, Energie und Verkehr investiert. Diese Fokus­sie­rung ermög­licht eine gezielte Parti­zi­pa­tion an den struk­tu­rellen Wachs­tums­themen wie Digita­li­sie­rung und Energie­wende.

Nach den ersten drei Monaten dürfen sich unsere Kunden über eine Netto-Perfor­mance in EUR von 13% freuen, was klar über der jährli­chen Zielren­dite von 10% liegt.

Unsere Auswahl an Privat­markt­fonds ergänzt unsere Portfo­lios inzwi­schen mit einer Alloka­tion von bis zu 13 % in ausge­wählten Anlage­lö­sungen und verbes­sert damit spürbar die Stabi­lität, die Diver­si­fi­ka­tion und das langfri­stige Rendi­te­po­ten­zial unserer Mandate.

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Autor

Simon Lutz
Simon Lutz
Chief Investment Officer

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