Chancen im Lärm erkennen

Trotz Sorgen um die errati­sche US-Handels­po­litik und die wachsende US-Staats­ver­schul­dung nähern sich die Aktien­märkte neuen Höchst­ständen. Anleger fahren gut damit, sich nicht von kurzfri­stigen Schlag­zeilen leiten zu lassen, sondern gezielt in langfri­stige Wachs­tums­felder zu investieren.

Trotz Sorgen um die errati­sche US-Handels­po­litik und die wachsende US-Staats­ver­schul­dung nähern sich die Aktien­märkte neuen Höchst­ständen. Anleger fahren gut damit, sich nicht von kurzfri­stigen Schlag­zeilen leiten zu lassen, sondern gezielt in langfri­stige Wachs­tums­felder zu investieren. Gerade im Markt­lärm eröffnen sich oft die besten Chancen – zum Beispiel in Infra­struk­tur­an­lagen, die von mehreren struk­tu­rellen Trends profi­tieren und gleich­zeitig Stabi­lität und Diver­si­fi­ka­tion ins Portfolio bringen.

Neue Höchst­stände

Zwei Monate nach dem Zollhammer des US-Präsi­denten zeigt sich: Der Schock ist verdaut. Die globalen Aktien­märkte haben sich nicht nur stabi­li­siert, sondern befinden sich bereits wieder auf Allzeit­hochs.

Dies mag auf den ersten Blick verwun­dern, sind doch die Ursachen für den Einbruch vor zwei Monaten nach wie vor ungelöst.

Woher kommt der Optimismus der Anleger?

Erstens zeigt sich, dass auch ein US-Präsi­dent nicht grenzenlos agieren kann: Die «Checks and Balances» der Justiz, des Parla­ments, der Wähler­schaft – und nicht zuletzt der Kapital­märkte – wirken.

Zweitens halten sich die wirtschaft­li­chen Auswir­kungen der US-Import­zölle von durch­schnitt­lich 15 Prozent bislang in Grenzen. Viele Unter­nehmen und Konsu­menten haben sich darauf einge­stellt. Bislang zeigt sich die Konjunktur auch gegen­über den zahlrei­chen Unsicher­heiten bemer­kens­wert robust.

Drittens gibt der weltweit nachlas­sende Infla­ti­ons­druck den Noten­banken mehr Spiel­raum, um auf konjunk­tu­relle Risiken geldpo­li­tisch zu reagieren.

Unsere Empfeh­lung aus den Vormo­naten bleibt auch im Juni bestehen: Investiert bleiben und die Anlage­stra­tegie auf langfri­stige Wachs­tums­felder ausrichten.

Mit Weitblick durch die Unsicher­heit

Den kurzfri­stigen Risiken stehen attrak­tive Chancen gegen­über: Zinssen­kungen, struk­tu­relle Produk­ti­vi­täts­ge­winne durch KI sowie moderate Bewer­tungen bieten weiterhin Poten­zial für respek­table Renditen. Anstatt sich vom tägli­chen Lärm zu hekti­schen Umschich­tungen verleiten zu lassen, sehen wir deutlich mehr Erfolgs­chancen im Erkennen langfri­stig attrak­tiver Anlage­themen.

Ein Thema, das gleich von mehreren Megatrends – Digita­li­sie­rung, Urbani­sie­rung, Klima­wandel und Deglo­ba­li­sie­rung – getragen wird, ist Infra­struktur. In einer Welt voller geopo­li­ti­scher Spannungen, Infla­ti­ons­ri­siken und struk­tu­reller Umbrüche steht sie für Stabi­lität und planbare Erträge.

Infra­struktur: Stabi­lität in einer Welt im Wandel

Ob Strom­netze, digitale Netze, Verkehrs­wege oder Wasser­ver­sor­gung – Infra­struktur bildet das Rückgrat unseres Alltags und unserer Wirtschaft. Die Erträge aus solchen Anlagen sind häufig infla­ti­ons­ge­schützt, langfri­stig gesichert und weitge­hend konjunktur-unabhängig. Für Investoren bieten sich hier attrak­tive Möglich­keiten, stabile laufende Erträge mit geringer Volati­lität zu kombi­nieren.

Zudem treiben tiefgrei­fende Verän­de­rungen die Nachfrage nach Infra­struktur weltweit in die Höhe: Der Ausbau erneu­er­barer Energien, die Digita­li­sie­rung, der Investi­ti­ons­stau in alternden Netzen sowie die Rückver­la­ge­rung kriti­scher Produk­ti­ons­ka­pa­zi­täten führen in den kommenden Jahren zu einem enormen Kapital­be­darf – und damit zu attrak­tiven Rendi­te­chancen.

Infra­struktur: Chancen in öffent­li­chen und privaten Märkten

Um das langfri­stige Poten­zial zu nutzen, investieren wir sowohl in börsen­no­tierte Unter­nehmen mit Infra­struk­tur­cha­rakter als auch in nicht börsen­no­tierte Anlagen:

  • Georg Fischer: Zulie­ferer für moderne Wasser- und Gasver­sor­gungs­in­fra­struktur.
  • Holcim: Führender Baustoff­kon­zern mit einer zentralen Rolle im nachhal­tigen Infra­struk­tur­ausbau (grünes Bauen, Zement­re­cy­cling).
  • Sika: Spezi­al­che­mie­un­ter­nehmen mit innova­tiven Lösungen für globale Infra­struk­tur­pro­jekte.
  • Swisscom: Rückgrat der digitalen Infra­struktur in der Schweiz.
  • Veolia: Globaler Anbieter für Wasser‑, Abfall- und Energie­ma­nage­ment.
  • Swiss Life Privado Infras­truc­ture ELTIF: Breit gestreuter Fonds mit Fokus auf europäi­sche Direkt­in­ve­sti­tionen, u.a. in Daten­zen­tren, Mautstrassen und Energie­ver­sor­gung.
Div.-Rendite KGV 25
Georg Fischer 2.1% 22.0
Holcim 3.2% 15.6
Sika 1.6% 27.2
Swisscom 4.6% 20.0
Veolia 4.6% 13.8
Quelle: Asset Management Tareno

Heraus­geber: Tareno AG, Garten­strasse 56, 4052 Basel, Tel. +41 61 282 28 00, info@​tareno.​ch, www.tareno.ch. Wir freuen uns über Rückmel­dungen zu unserer Publi­ka­tion. Vorlie­gender Inhalt dient ledig­lich zu Infor­ma­ti­ons­zwecken. Die Publi­ka­tion enthält weder Rechts- noch Anlage­be­ra­tung oder Anlage­emp­feh­lungen und stellt auch kein Angebot bezie­hungs­weise keine Auffor­de­rung zur Tätigung einer Anlage dar.

Bilder / Grafiken: Die Grafiken wurden von der Tareno AG aus öffent­li­chen Markt­daten gefer­tigt.

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